Vier Wochen zwischen Krankenhausalltag und Gastfreundschaft – Alina und Kim berichten aus Simbabwe
Vier Wochen lang durften Alina und Kim, zwei Medizinstudentinnen aus Regensburg, das St. Joseph’s Mission Hospital in Mutare kennenlernen. Dort begleiteten sie Ärztinnen, Ärzte, Hebammen und Pflegekräfte im Klinikalltag und gewannen Einblicke in ein Gesundheitssystem, das gleichermaßen von großem Engagement wie auch begrenzten Ressourcen geprägt ist.

Konzentriertes Arbeiten unter Supervision: In Simbabwe ergeben sich viele Gelegenheiten für Teaching und aktive Mitarbeit.
Simbabwe ist ein sehr christliches Land – kein Wunder also, dass Alina und Kim an ihrem ersten wie an den folgenden Morgen durch Kirchenlieder geweckt wurden:
„Unser erster Morgen begann – wie auch alle darauffolgenden – gegen 6:30 Uhr, als wir von den wunderschönen Kirchengesängen der Schwestern im Kloster geweckt wurden.“
Die Gesänge begleiteten die beiden Studentinnen nicht nur am Morgen, sondern auch bei den täglichen Versammlungen des Krankenhauspersonals. Vor Schichtbeginn kamen alle Mitarbeitenden zusammen, sangen mehrstimmige Kirchenlieder und beteten gemeinsam – ein bewegender Start in den Arbeitstag.
Im Krankenhaus selbst arbeiteten Alina und Kim vor allem im ambulanten Bereich und in der Geburtshilfe. Besonders eindrücklich war für beide das Spannungsfeld zwischen medizinischem Wissen und begrenzten Möglichkeiten vor Ort.
So sei beispielsweise die Diagnostik bei Schlaganfällen oft kaum möglich, da ein CT für viele Menschen unerschwinglich sei und es in der gesamten Stadt nur ein einziges Gerät gebe. Eine Erfahrung, die die beiden besonders bewegte, war die Begleitung einer Zwillingsgeburt per Kaiserschnitt – inklusive eines anschließenden Krankentransports quer durch Mutare, bei dem jede von ihnen eines der Neugeborenen auf dem Arm transportierte.

Auf Krankentransport: Alina und Kim im Einsatz.
Doch nicht nur der Krankenhausalltag blieb in Erinnerung. Auch das Leben mit den Schwestern, gemeinsame Mahlzeiten und die große Gastfreundschaft prägten den Aufenthalt:
„Abends saßen wir gemeinsam am Essenstisch, tauschten uns über unseren Tag aus und haben so viel und herzlich gelacht wie lange nicht mehr.“ Ein besonderes Highlight waren auch die sonntäglichen Gottesdienste in der Kirche St. Joseph, bei denen bis zu 1000 Menschen gemeinsam sangen, tanzten und feierten – begleitet von Trommeln und einem Chor.
Und das Fazit des Aufenthaltes? „Wir sind unendlich dankbar für alle Erfahrungen und die Menschen, die wir in unser Herz geschlossen haben“, sagen die beiden. Und wir sind dankbar, dass neben der finanziellen Unterstützung, die wir dank Ihnen den Patientinnen und Patienten des St. Joseph’s Mission Hospital zukommen lassen können, auch unsere Begegnungsprojekte weiterhin so lebendig sind.
Bleiben Sie uns verbunden!
Ihr
Simba-AK
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