Ein starkes Zeichen in schweren Zeiten

Ein starkes Zeichen in schweren Zeiten

In Simbabwe verschlechtert sich die Lage Monat für Monat – umso wichtiger, dass wir mit unserer Spendenaktion zur Weihnachtszeit ein Zeichen der Hoffnung setzen können. Auch dieses Jahr war das Ergebnis beeindruckend.

Bild von Mathis Forster.

Es gibt nichts, was in Simbabwe derzeit nicht knapp ist – Benzin erhält man nur nach tagelangem Warten, Bargeld sucht man vergebens, und sogar Wasser wird zur Mangelware, wie der Spiegel berichtete.

Die einzig unerschöpfliche Ressource scheint der Einsatz der Schwestern vor Ort zu sein. In Regina Coeli kommt die Kapazität des Krankenhauses regelmäßig an Grenzen, weil die für die Regierung beschäftigten Ärzte erst streikten und dann massenhaft entlassen wurden – die Menschen müssen auf die Missonskrankenhäuser ausweichen.

Auch die Lage für das Waisenhaus Emerald Hill ist schwierig – Schwester Geraldine aus Strahfeld beschrieb uns einen beispielhaften Fall:

„Ein Junge aus dem Kinderheim Emerald Hill musste unser Heim aus Altersgründen verlassen und wurde in eine Einrichtung für geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche gegeben. Dort hörte er wieder auf zu sprechen. Das hatte er als einziges Kind in der Schule gelernt und die Lehrer waren so stolz auf ihn. Mein früherer Chef und eine Kollegin haben es erreicht, ihn dort wieder heraus zu holen. Er war völlig desorientiert, in sich gekehrt und verstummt. Nun haben wir im Freundeskreis für ihn um Schulgeld gebeten und hoffen, dass er weiterhin in Emerald Hill bleiben darf – es ist immer wieder das Geld, das viele Möglichkeiten vereitelt und Kinder um ihre Chancen bringt.“

An dieser Stelle hoffen wir, einen Beitrag zu leisten – mit einem Spendenergebnis von 13.428,86 € (Stand 30.12.2019) können wir dank unseren großzügigen SpenderInnen dabei helfen, dass die schwächsten in Simbabwe wieder auf die Beine kommen. Danke an alle, die sich an unserer diesjährigen Weihnachtsaktion beteiligt haben!

Unterschriften für Simbabwe

Wir teilen den Aufruf zu einer Unterschriftensammlung des deutschen Kommittees zum Weltgebetstag – im Folgenden finden Sie den gesamten Aufruf. Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie einen Aufruf zum Schulderlass – dadurch würden dringend benötigte Mittel für das Gesundheitssystem frei.

Deutsches Komitee macht Unterschriftenaktion

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

der Weltgebetstag ist die weltweit größte Basisbewegung christlicher Frauen. In über 120 Ländern wird der Gottesdienst jedes Jahr am ersten Freitag im März gefeiert. Den Gottesdienst für 2020 haben Frauen aus Simbabwe unter dem Motto „Steh auf und geh!“ für die ganze Welt vorbereitet.

Das hat das deutsche Komitee des Weltgebetstags zum Anlass genommen, um sich für das hochverschuldete Land einzusetzen: Mit einer Unterschriftenaktion fordert der Weltgebetstag von der deutschen Bundesregierung, auf einen Teil der Rückzahlung zu verzichten. Vorausgesetzt Simbabwe investiert dieses Geld im Gegenzug in Gesundheitsprogramme, die der Bevölkerung zugutekommen. Unter diesen Gegebenheiten sieht das deutsche Haushaltsgesetz die Möglichkeit auf einen Schuldenschnitt von bis zu 150 Millionen Euro.

Der Schuldenerlass wäre für den „Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria“, der zusammen mit Organisationen der simbabwischen Zivilgesellschaft die Programme auswählt und umsetzt, eine große Unterstützung, da ihm rund 176 Millionen US-Dollar zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten fehlen.

Unterstützung haben wir bisher von erlassjahr.de, einem Bündnis, das sich für faire Finanzbeziehungen und geordnete Insolvenzverfahren für Länder einsetzt. Zudem ist ZIMCODD, Zimbabwe Coalition on Debt and Development, die sich für einen internationalen Schuldenerlass für Simbabwe engagiert, dabei. Weitere Unterstützer der Aktion sind die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika und Oikocredit (Norddeutschland und Bayern). Daneben stärken die Unterschriftenaktion Mitgliedsorganisationen des Weltgebetstags: die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland, der Bund alt-katholischer Frauen, die Evangelische Brüderunität – Herrnhuter Brüdergemeine, die Evangelischen Frauen in Deutschland, das Forum Frauen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, das Frauenwerk der Evangelisch-methodistischen Kirche, die Heilsarmee in Deutschland, der Katholische Deutsche Frauenbund und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands.

Auf https://weltgebetstag.de/aktionen/gesundheit-statt-schulden/ gibt es weitere, aktuelle Informationen und Unterschriftenlisten zum selbst ausdrucken.

Unterzeichnen können Sie auch ganz einfach elektronisch auf unserer Online-Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/simbabwes-schulden-in-gesundheit-umwandeln

Die Aktion läuft bis 30. April 2020.“

Weiterschlafen! Hilfe für die Anästhesie in Regina

Im vergangenen Jahr haben wir mit der großzügigen Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender ein Haus für einen Anästhesisten in Regina Coeli bauen können.

Dieser ist nun in Regina Coeli eingezogen und der OP ist in Betrieb:

Dennoch benötigen wir Ihre Unterstützung. Das Gehalt des Anästhesisten kann nicht vollständig vom Staat übernommen werden, 30 US-Dollar pro Monat entfallen auf das Krankenhaus selbst. In der aktuellen prekären wirtschaftlichen Lage des Landes mit einer Landeswährung, die einer Inflation von 1000% unterliegt, sind Devisen Mangelware. Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, den OP-Betrieb für ein ganzes Jahr zu sichern – mit nur 360 Dollar finanzieren wir ein ganzes Jahresgehalt.

Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.

Eine Klasse macht es klasse

Kleider machen Leute – und Logos Organisationen. Bei einem Logowettbewerb am Albrecht-Altdorfer Gymnasium hat der Simba-AK ein neues Symbol für seine Arbeit gefunden.

Zwei Bögen, die in einem Brückenschlag aufeinander zulaufen, der Simbabwe-Vogel, der über dem Schriftzug schwebt – diese Elemente waren es, die den Simba-AK von seinem neuen Logo überzeugten. In einem Kunstprojekt mit dem engagierten Kunstlehrer Max Erl gelang es den Schülerinnen und Schülern aus der neunten Jahrgangsstufe, die vielschichte Arbeit des AK in einer großen Zahl an treffenden Logos einzufangen. Zuvor hatten sie über mehrere Wochen im Unterricht Theorien zur Logogestaltung kennengelernt und verschiedenste Drucktechniken ausprobiert und verfeinert, um ihre Entwürfe schließlich praktisch umzusetzen.

Jede Arbeit hatte ihre eigenen Vorzüge – umso schwerer war die Entscheidung. Schlussendlich fiel die Wahl auf einen Entwurf, von dem wir denken, dass er unsere Arbeit perfekt repräsentiert: Die Bildsprache setzt auf Verbindung, Bögen, die dynamisch aufeinander zulaufen und so eines unserer wichtigsten Zeile repräsentieren – den gegenseitigen, lebhaften Austausch. Wir freuen uns, dass nun ein Logo unsere Arbeit repräsentiert, das an der Wurzel unseres Engagements entstanden ist: der Schulgemeinschaft des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums.

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die liebevoll gestalteten Arbeiten und wünschen den Siegerinnen und Siegern viel Freude mit ihren Kinokarten. Max Erl gilt ein besonderer Dank für seinen Einsatz und die unkomplizierte Zusammenarbeit.

Wohin Ihr Geld fließt – Spendenüberblick 2018, Teil 2

Nachdem wir vor Kurzem bereits den Überblick über die Verwendung von Geldern in unserem Partnerkrankenhaus in Regina Coeli geben durften, liegt uns nun ein Überblick über die Verwendung der Gelder im Waisenhaus Emerald Hill vor.

Im Waisenhaus Emerald Hill unterstützen wir Jugendliche, indem wir ihren Schulbesuch finanzieren. Durch die Schulgemeinschaft des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums kamen im jahr 2018 beim Simba-Lauf und der Weihnachtsaktion etwa 16.500 Dollar zusammen.

Mit diesem Geld wurden Schulgebühren in unterschiedlicher Höhe beglichen, wobei die Gebühren von etwas über 120 Dollar in der Grundschule bis zu 650 Dollar pro Term bzw. Trimester in der höheren Schulbildung liegen. Insgesamt konnten 54 Kinder gefördert werden – vielen Dank an alle Spenderinnen und Spender, die uns dabei unterstützen, Chancen durch Bildung zu ermöglichen!

Wohin Ihr Geld fließt – Spendenüberblick 2018

Was passiert mit Spenden, die an uns getätigt werden? Heute haben wir einen Überblick über die Verwendung von Spendengeldern im Krankenhaus Regina Coeli im Jahr 2018 erhalten.

Von insgesamt 18 879.28 US-Dollar abgerufenen Spenden floss etwa die Hälfte in den Bau des Hauses für eine Anästhesieschwester. Damit möchten wir es dem Krankenhaus ermöglichen, wieder Kaiserschnitte durchzuführen, um möglichst vielen Kindern einen sicheren Start ins Leben zu ermöglichen. Mit Ihrer Unterstützung war es außerdem möglich, den Ambulanzwagen neu zu bereifen und einen neuen Kuhfänger anzubauen – was bei den vielen Tieren auf Simbabwes Straßen unerlässlich ist. Der Ambulanzwagen dient insbesondere dazu, Patienten aus umliegenden Dörfern und Krankenstationen abzuholen und ins Krankenhaus zu bringen, wenn diese nicht mehr selbst kommen können.

Mit etwas über 7000 Dollar wurden Sauerstoff, Medikamente und Verbrauchsmaterialien finanziert und damit der laufende Betrieb gesichert. Schließlich förderte die Diözese Regensburg den Aufenthalt von fünf Famulantinnen in Regina Coeli, wofür unser besonderer Dank gilt. Ein Zeitungsartikel findet sich hier.

Wir freuen uns, dass sich in dieser Übersicht alle unsere Bemühungen widergespiegelt finden: Wir wollen eine nachhaltige Entwicklung bei gleichzeitiger Unterstützung des laufenden Betriebs; und auch der Austauschgedanke ist im vergangenen Jahr nicht zu kurz gekommen. Einen herzlichen Dank an alle unsere Spenderinnen und Spender!

Abstraktes ganz konkret – Logowettbewerb am AAG

S wie zu simpel: Das bisherige Logo des Simba-AK

Wer etwas darstellt, braucht ein Logo – so etwa der Simba-AK, der am AAG unter anderem den Schüleraustausch mit Simbabwe organisiert, die Weihnachtsaktion durchführt und am Simbalauf beteiligt ist. Doch wie all die unterschiedlichen Facetten des ehrenamtlichen Engagements fassen – den Bezug zum AAG, den Partnerschaftsgedanken gleichwertig neben den Spendenprojekten, Nachhaltigkeit neben schneller Hilfe in Notsituationen?

Die konkrete Antwort auf diese abstrakte Frage durften die Schüler der neunten Klasse im Kunstunterricht bei Herrn Erl finden. Für die erste Stunde dieses Gemeinschaftsprojektes besuchte Wiebke Böhmer Anfang Mai die Klasse im Kunstunterricht und erzählte von ihren Eindrücken aus Simbabwe und stellte den Simba-AK vor. Im Anschluss bekamen die Schüler von Herr Erl eine kurze Einführung zum Thema Grafikdesign am Beispiel der Logos einiger Non-Profit-Organisationen. Auf Basis dessen erarbeiteten die Schüler schließlich erste Entwürfe, die sie bis zu den den Pfingstferien weiter ausarbeiten. Aus den Ergebnissen des Wettbewerbs soll schließlich ein Logo für Internet- und Facebook-Auftritt sowie die Öffentlichkeitsarbeit des Simba-AK hervorgehen.

Hilfe im Zyklongebiet

Vor Kurzem hat Zyklon Idai den Osten von Simbabwe und das angrenzende Mosambik verheerend getroffen. Erdrutsche und Wassermassen haben Häuser, Menschen und deren Hab und Gut unter sich begraben. Ein Helfer aus der Region berichtet von seinem Einsatz, bei dem er versuchte, im Schlamm Überlebende zu finden: „Ich habe zuerst einen Baby-Arm gesehen, und zog das tote Kind aus dem Schlamm. Dann sah ich dessen Vater nahe dabei und hob dann beide Leichen in einen Behälter, den der Helikopter hochzog. Ich bückte mich wieder und fand die Mutter, und dann noch ein Mädchen, ca. 9 Jahre alt, von der gleichen Familie.“ Die Toten mussten in einem Massenbegräbnis beigesetzt werden.

Die schrecklichen Nachrichten haben uns zu diesem Spendenaufruf veranlasst.

Das Missionskrankenhaus Regina Coeli liegt im betroffenen Gebiet und hat den Sturm zum Glück ohne größere Schäden überstanden. Umso wichtiger ist es jetzt, dass das Haus mit seiner noch intakten Infrastruktur medizinische Hilfe leisten kann. Denn die Gefahr ist groß, dass nach der Erstversorgung von Verletzten eine Welle von Infektionskrankheiten wie Cholera oder Typhus auf die Region zurollt. Die zusammengebrochene Trinkwasserversorgung und die feuchten Bedingungen sind ein idealer Nährboden hierfür. Deshalb bitten wir Sie in dieser Notsituation um Ihre Hilfe in Form einer Spende!

Mehr als einen Einser vor dem Komma: ein sehr gutes Ergebnis

Es fiel uns sehr schwer, unter unsere Weihnachtsaktion einen Schlussstrich zu ziehen, da uns tatsächlich noch immer Spenden erreichen. Dass unsere Werbung einen so lang andauernden Effekt hat und unsere SpenderInnen bereit sind, uns so großzügig zu unterstützen, freut uns besonders! Insgesamt kommen wir auf das großartige Ergebnis von 12.121,21 Euro.

Diese Unterstützung ist umso wertvoller, als die Lage in Simbabwe immer schwieriger wird. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation ist es in größeren Städten zu Unruhen gekommen, die Versorgungslage spitzt sich zu. Gerade Spendengelder, die in Form von US-Dollar ins Land kommen, sind in der aktuellen Situation nicht nur Geld, sondern Gold wert, weil sie als harte Währung noch überall akzeptiert werden.

In diesem Sinne möchten wir uns bei allen SpenderInnen und der Schulfamilie des AAG noch einmal herzlichst bedanken. Wir werden dafür Sorge tragen, dass Ihre Hilfe ankommt!


Stade Zeit ist Spendenzeit

Die Zeit zwischen den Jahren haben wir genutzt, um im Kloster Strahlfeld einen Besuch zu machen. Voller Freude konnten wir die Spendensumme der diesjährigen Weihnachtsaktion übergeben:

Stand 27.12.2018 sind 10.443,49 Euro zusammengekommen. Wir freuen uns über diese große Summe und danken allen Spendern sehr herzlich für ihre Hilfe. Dank Ihnen können wir die Welt ein Stückchen gerechter machen.

Wir knacken mit diesem Ergebnis auch eine magische Marke. Seit unserer ersten Sammlung für Projekte in Simbabwe sind über 100.000 Euro über das Kloster Strahlfeld in Projekte der Missionsdominikanerinnen geflossen. Diese gewaltige Summe stimmt uns sehr froh und zeigt, dass wir zusammen viel bewegen können – gleichzeitig wissen wir aber auch, wie viel Arbeit noch vor uns liegt.

Wir haben deshalb außerdem unsere weiteren Aktivitäten abgesprochen und gemeinsame Ziele festgelegt. So möchten wir unter anderem im neuen Jahr etwa Vorbereitungskurse für unsere AustauschschülerInnen und -Studierenden etablieren und weiter an dem Projekt eines Freiwilligen Sozialen Jahres in den Einrichtungen der Dominikanerinnen in Simbabwe arbeiten.

Es verbleibt uns, allen UnterstützerInnen für ihre Hilfe zu danken – wir wünschen einen guten Rutsch und einen guten Start ins neue Jahr!