Neuigkeiten

Frohes neues Jahr 2024 – hier kommt unser Jahresabschluss

Wir hoffen, Sie sind gut in das Jahr 2024 hinüber gerutscht – und möchten mit Ihnen auf das vergangene Jahr zurückblicken. Dafür finden Sie hier den Rundbrief aus dem Emerald Hill Children’s Home, den wir gerne mit Ihnen teilen möchten.

„Unsere Kinder sind lediglich ein Spiegelbild der Probleme unserer Gesellschaft“, schreiben die Mitarbeitenden des Emerald Hill Children’s Home in ihrem Weihnachtsbrief (hier in voller Länge) – eine Gesellschaft, „wo viele Menschen ums Überleben kämpfen, da sie weder genug Essen noch Schulgeld für ihre Kinder haben, während andere ihren eigenen Geldbeutel in den Vordergrund stellen. Dabei sind es die Unschuldigen und Kleinen, die leiden und vielen Gefahren ausgesetzt sind.“

Umso wichtiger, dass wir zusammen mit Ihnen dabei helfen können, genau diesen Kleinen eine Chance zu bieten. „lm Laufe dieses Jahres fanden sieben unserer Studenten nach ihrem Abitur einen Platz an verschiedenen Universitäten ihrer Wahl“, schreiben die Mitarbeitenden, und „obwohl sie vom Heim mit der Miete für ihre Unterkunft und einem Zuschuss für die notwendige Versorgung unterstützt werden, erhalten sie die Möglichkeit, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Dies ermöglicht es ihnen, selbstständiger zu werden und gleichzeitig die Qualifikationen zu erwerben, die sie für eine lohnende Karriere benötigen. In einem Land mit sehr hoher Arbeitslosigkeit (80%) ist es ein Vorteil, eine solide Ausbildung anzustreben und somit für den Kampf zum Überleben ausgerüstet zu sein.“

Auch das Heim selbst hat in seine eigene Selbstständigkeit investiert und „einen kleinen Schritt gemacht und ein zweites Gewächshaus errichtet. Deshalb kaufen wir kaum Gemüse vom Markt und verkaufen, was wir übrig haben, hauptsächlich Tomaten. Indem wir die Kinder in den Anbau und Verkauf von Feldfrüchten
einbeziehen, ermutigen wir sie, den Wert der Selbstversorgung zu verstehen.“

Natürlich bleibt aber auch Platz für schöne Momente. „Alle vier Monate feiern wir die Geburtstage der in diesem Zeitraum geborenen Kinder. Das ist ein Tag großer Aufregung, an dem sich die Kinder mit einer Party, besonderen Essensspenden von Freunden und natürlich einem kleinen Kuchen und einem Geschenk als Individuum in Erinnerung fühlen. Wir müssen nur sicherstellen, dass
manche Kinder nicht zweimal im Jahr geboren werden“, schreiben die Mitarbeitenden.

Zusammen mit all den Engagierten in Deutschland und Simbabwe, die unermüdlich für ihre Mitmenschen hier und dort im Einsatz sind, möchten wir uns für Ihre Unterstützung im vergangenen Jahr bedanken. Auch wir haben während unseres traditionellen Weihnachtsbesuches im Kloster Strahlfeld wieder erleben dürfen, wie sehr der Einsatz für die Projekte in Simbabwe geschätzt wird.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Simba-AK

Ein großes Fest kurz vor dem Fest

Kurz vor Weihnachten war es soweit: Die Schüler:innen des P-Seminars, die den diesjährigen Simbalauf organisiert hatten, gaben während des Weihnachtsgottesdienstes am Albrecht-Altdorfer-Gymnasium die diesjährige Spendensumme bekannt. Und die kann sich sehen lassen: Ganze 26.392 Euro sind zusammengekommen – ein Riesenerfolg!

Bild: Tomass Kirsch, Q12

Ein großer Erfolg braucht einen großen Rahmen – und die Schüler:innen des P-Seminars am Albrecht-Altdorfer-Gymnasium, die den diesjährigen Simbalauf organisiert hatten, hatten sich hierfür den Weihnachtsgottesdienst der Schule ausgesucht.


So konnte die gesamte Schulfamilie am Erfolg teilhaben – und auch Schwestern aus dem Dominikanerinnernkloster in Strahlfeld waren anwesend, die stellvertretend für ihre Ordensschwestern in Simbabwe den Spendenbetrag entgegennehmen konnten. Und der konnte sich sehen lassen: Ganze 26.392 € sind zusammengekommen!


Wie immer werden die Mittel dafür verwendet werden, Waisenkindern aus dem Waisenhaus Emerald Hill den Schulbesuch zu finanzieren. Somit sorgen Schüler:innen in Deutschland mit ihrem Einsatz dafür, dass Schüler:innen auf der anderen Erdhalbkugel eine faire Chance bekommen: Denn Bildung ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben.


Wir möchten uns bei allen Engagierten, Spender:innen und Unterstützenden sehr herzlich bedanken – wir sind jedes Mal aufs Neue beeindruckt, was die Schulfamilie des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums für ihre Partnerprojekte auf die Beine stellt.
Wir wünschen schöne Weihnachten!

Ihr

Simba-AK

So kann Spenden gehen: Lesung in Lehen

Pfarrer Thomas Köppl ist Gründungsmitglied unseres Simba-AK – und auch nach vielen Jahren noch immer unermüdlich im Einsatz. Im Dezember nutzte er eine Lesung zum Spendensammeln – zusammen mit dem Lehener Kappellverein kam eine stolze Summe zusammen.

Als „kulturelles Highlight“ bezeichnete Thomas Köppl die Lesung aus seinem Buch „ZuFluchtPerspektiven“ am vergangenen Sonntag, die er zusammen mit seinem Co-Autor Franz Reitinger in seiner ehemaligen Pfarrei veranstaltete. Neben den beiden Autoren waren nämlich auch mehrere Musiker zugegen, die der Veranstaltung einen gelungenen musikalischen Rahmen gaben.

Auch für uns war der Anlass ein Highlight, denn es wurde die Gelegenheit genutzt, für das Emerald Hill Children’s Home in Harare zu sammeln. Im Anschluss an Lesung und Musik gab es Glühwein und Weihnachtsgebäck, gestiftet vom Lehener Kapellenverein, und es konnten 700 Euro Spenden gesammelt werden.

Im Vordergrund von links: Sebastian Stitzi, Susi Raith und Jochen Goricnik sorgten für das musikalische Rahmenprogramm.

Wir freuen uns sehr und bedanken uns herzlichen bei allen Beteiligten für ihren großen Einsatz. Die gesammelten 700 Euro reichen aus, um einen Schulbesuch von fünf Monaten zu finanzieren – und damit einem Waisen oder einer Waisin die Chance auf eine selbstbestimme Zukunft zu geben.

Falls auch Sie einen weihnachtlichen Anlass planen, an dem Spenden gesammelt werden sollen, weisen wir gerne nochmals auf die Möglichkeit hin, eine eigene Spendenkampagne zu starten. Bei Fragen wenden Sie sich jederzeit gerne an uns: info@simba-ak.de

Eine geruhsame Adventszeit wünscht

Ihr Simba-AK

Wo ist eigentlich die Weihnachtsaktion?

Alle Jahre wieder kommt – die Weihnachtsaktion des Simba-AK. Normalerweise. Wo ist sie dieses Jahr? Wir klären auf.

Noch warten wir auf das Gesamtergebnis, aber so viel wissen wir: Der Simba-Lauf 2023 war ein voller Erfolg. Und das, weil Spender:innen wie Läufer:innen wieder alles gegeben haben. Aus diesem Grund macht aber auch unsere Weihnachtsaktion Pause. Denn keinesfalls ist es nur unser Ziel, jedes Jahr immer mehr Spenden zu generieren.

Wer unsere Arbeit schon länger verfolgt, der weiß: Spendensammeln macht nur einen Teil unserer Arbeit aus. Uns liegt vor allem am Herzen, den zwischenmenschlichen Austausch mit Leben zu füllen und jungen Menschen wegweisende und lehrreiche Erfahrungen zu ermöglichen. Um den Austausch weiter voranzubringen und um die Beziehungen zu den Verantwortlichen zu pflegen, plant der Simba-AK mit einem Besuch in Simbabwe im März 2023. Davon werden Sie hier wieder hören.

Sie möchten uns ganz unabhängig von der Weihnachtsaktion über die Feiertage finanziell unterstützen? Dann freuen wir uns über Ihren Besuch auf unserer Spendenseite bei betterplace.org:

An fünf anstatt von vier Sonntagen legt betterplace im Dezember auf alle Spenden bis 100 Euro nochmal 15 % drauf. Da jeden Sonntag nur die ersten Spenden bis zur Gesamtsumme von 8.000 Euro erhöht werden, lohnt es sich, schon morgens zu spenden.

Wir freuen uns auf Sie! Eine geruhsame Adventszeit wünscht Ihnen Ihr

Simba-AK

Die Positiv-Spirale dreht sich

Die Klasse 10 C des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums hat beim Schulfest Kartoffelspiralen fabriziert und verkauft. Dabei ist ein Betrag von 300 Euro zusammengekommen. Die Schüler:innen haben entschieden, den Betrag an den Simba-AK zu spenden.

Das freut uns sehr! Wir bedanken uns sehr herzlich für den Einsatz der Schüler:innen. Gerade solche Aktionen zeigen, wie sehr die Partnerschaft mit den Schulen und Institutionen der Dominikeranerinnen in Simbabwe in der Schule verwurzelt ist.

Das Geld wird im Laufe des Jahres den Dominikanerinnen im Kloster Strahlfeld überreicht. Von dort aus geht es an das Waisenhaus Emerald Hill. Im Waisenhaus wohnen knapp 100 Kinder im Alter zwischen drei und 20 Jahren, die keine Familie mehr haben, die für sie sorgen kann. Die Spende finanziert deren Schulgebühren. Im Gegensatz zu Deutschland ist die Schule in Simbabwe nicht kostenlos. Sie ist dafür umso wichtiger: Wer keinen Schulabschluss hat, hat keine Chance auf einen der wenigen Arbeitsplätze. Da es in Simbabwe keine Arbeitslosenversicherung gibt und die Kinder keine Familie haben, die ihnen helfen kann, sind sie unbedingt darauf angewiesen, Arbeit zu finden. Durch die Finanzierung des Schulbesuchs hilft die Klasse 10 C mit ihrem Einsatz hier direkt.

Wollen auch Sie für den Schulbesuch der Waisen in Emerald Hill spenden? Hier finden Sie unsere Spendenseite:

Bleiben Sie uns verbunden!

Verwendung der Spendengelder aus 2022 im Emerald Hill Children’s Home

Wie jedes Jahr präsentieren wir Ihnen hier, wohin im Jahr 2022 Ihre Spenden geflossen sind. Um es kurz zu machen: Knappe 10.000 Euro sind in Bildung geflossen!

Kurz zusammengefasst ist die gesamte Spendensumme im Jahr 2022 für Bildung ausgegeben worden und damit für unser Ziel, den Waisenkindern in Emerald Hill den Start in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Darüber freuen wir uns sehr. Die Spenden beliefen sich auf 10.517 Dollar, also etwa 9500 Euro.

Das meiste Geld im Emerald Hill Children’s Home ist dabei für die Schulgebühren ausgegeben worden: Mit 4550 US-Dollar etwa 43% der Gesamtspendensumme. Mit etwa der Hälfte dieses Betrages, genauer 2325 US-Dollar, schlagen Kosten für Schuluniformen zu Buche, ohne die die Kinder die Schule nicht besuchen dürfen.

Ein ähnlich hoher Betrag ist für diverse bildungsassoziierte Ausgaben aufgewendet worden, in der Grafik zusammengefasst unter „Sonstige“. Hierzu zählen etwa Beiträge zur Klassenkasse oder Sonderauslagen für Lehrer. Für den Schulweg von Schülerinnen und Schülern vom Waisenhaus zu den diversen Schulen in Harare, an denen sie je nach Alter und schulischen Leistungen unterrichtet werden, fielen etwas über 200 US-Dollar an.

Besonders freut uns, dass auch Mittel verfügbar waren, um versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler mit Nachhilfeunterricht zu unterstützen – insgesamt 5 Kinder profitierten im vergangenen Jahr von dieser besonderen Unterstützung. Zudem konnten auch weiterhin Ausgaben für das post-COVID-19 etablierte Online-Lernen übernommen werden, hierunter etwa die Reparatur von Lernmitteln.

Wir freuen uns, dass wir durch Ihre Unterstützung die Waisen in Emerald Hill so umfassend auf ihrem Bildungsweg unterstützen können – sei es durch die Finanzierung von Grundlagen wie Schulgebühren, Uniformen und dem Schulweg bis hin zu Nachhilfe für diejenigen, die weitere Unterstützung benötigen. Dafür möchten wir uns bei Ihnen sehr herzlichen bedanken!

Wir haben einen Lauf

Der Simba-Lauf findet als Spendenlauf seit 2007 alle drei bis vier Jahre am Albrecht-Altdorfer-Gymnasium Regensburg statt. Schülerinnen und Schüler organisieren sich möglichst viele Sponsoren, die sie pro Runde mit einem vorher vereinbarten Betrag sponsern, und versuchen dann, möglichst viele Runden zu laufen. Durch alle Spendenläufe zusammen wurden schon über 100 000 € gesammelt.

Der Simba-Lauf wird von den Schülern im Rahmen eines P-Seminars selbst organisiert. Nach 2007, 2009, 2012, 2015, 2018, 2021 und nun 2023 wurde der siebte Simbalauf vom P-Seminar „Frieden durch Bildung“ des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums veranstaltet.

Das Projekt Simba-Lauf ist aber nicht nur das Projekt eines P-Seminars, sondern das einer gesamten Schule. Für das leibliche Wohl war durch den Fairtrade-AK des AAGs und den Essensverkauf des P-Seminars gesorgt, am Aufbau nahmen die Schüler*innen der SMV und der Q11 teil, mit der Technik unterstützt die Fachschaft Musik durch Andreas Wanninger. Die Motivation aller Schüler*innen zeigte sich in den zahlreich erlaufenen Runden. Jedes Kind und jeder Jugendliche war bereit, möglichst viele Spenden für Simbabwe zu erlaufen.

Die Läufer*innen wurden von den Dominikanerschwestern aus Strahlfeld musikalisch bei optimalen Wetterbedingungen unterstützt. Neben der Versorgung wurde der Lauf noch durch Vertreter der Malteser und des Schulsanitätsdienstes abgesichert, die aber kaum zum Einsatz kommen mussten. Trotzdem gilt auch diesen Vertretern unser Dank – ohne Sanitäter wäre es nicht möglich gewesen.

Die Bekanntgabe der Endsumme wird sowohl im Schlussgottesdienst als auch am Schulfest des AAG erfolgen.

Wir hoffen, dass diese Tradition noch lange fortgeführt wird, da es immer ein einmaliger Schultag am AAG war und gleichzeitig anderen Menschen geholfen werden kann.

Was passiert eigentlich in – Regina Coeli?

Ende 2020 wurde das Krankenhaus in Regina Coeli, Simbabwe, in die Hände der Karmelitinnen übergeben. Der Simba-AK kann leider seitdem das Krankenhaus aus admistrativen Gründen nicht mehr direkt unterstützen – trotzdem geht die Arbeit natürlich weiter. Theo Fritz, ein deutscher Arzt, war über ein Jahr vor Ort – und hat neben seiner ärztlichen Tätigkeit auch bei der Errichtung eines Kiosks für Patient:innen und Dorfbewohner:innen geholfen. Seinen ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

Was braucht ein Krankenhaus? Sicher, eine Ambulanz, Diagnostik-, OP- und Entbindungseinheit, eine Bettenstation und Verwaltung. Aber was wäre ein Krankenhaus ohne einen Tuckshop, einen Kiosk, nicht nur für Patienten und Angehörige, sondern auch für die Waiting Mothers, d.h. die Hochschwangeren, die von weither ins Krankenhaus kommen und kostenlos in einem Nebengebäude untergebracht sind, wo sie sich selbst versorgen, täglich medizinisch überwacht werden und Schwangeren­gymnastik machen. So bietet ein Tuckshop nicht nur Snacks und Getränke an, sondern auch Basislebensmittel wie Öl und Maismehl oder Windeln und Hygieneartikel.

Der Tuckshop von Regina Coeli Mission Hospital war neben der Kinderstation untergebracht, die nach Ausbruch der  Corona-Pandemie  zur Isolationsstation umgebaut wurde. Wegen der strikten Hygienevor­schriften war er Anfang 2020 geschlossen worden. Und so mussten Patienten, Schwangere und Angehörige alles, was zum täglichen Bedarf nötig war, im Dorf einkaufen. Irgendwann entschlossen wir uns, einen neuen Shop zu bauen. Die Wahl fiel auf den Bereich neben dem Haupteingang, so dass sowohl an Leute im Krankenhaus als auch an die, die außerhalb warten mussten, verkauft werden konnte. Ein Plan wurde erstellt, und nachdem der Priester sein Placet gegeben hatte, gingen wir Anfang 2022 ans Werk.

Mit bauerfahrenen Freunden aus der Umgebung organisierten wir Steine, Ziegel, Zement, Balken und Wellblech, und nach zwei Wochen war der Rohbau mit Türen und Fenstern fertig. Nun ging es an die Malerarbeiten, denn der Kiosk sollte ansprechend aussehen und zudem das Holz vor Termiten geschützt werden.

Leisten und Bretter für Theke und Regale wollten wir uns in der Provinzhauptstadt beschaffen, waren dort aber viel zu teuer und von schlechter Qualität. Glücklicherweise entdeckten wir auf der Rückfahrt eine Sägerei, bei der wir alles Notwendige für den Innenausbau besorgen konnten. Einer meiner Freunde war gelernter Schreiner und erstellte die Regale. Nachdem wir schließlich in Harare Downtown eine Erstausstattung aller Verkaufsartikel besorgt hatten, konnte der Tuckshop sechs Wochen nach Grundsteinlegung dem Krankenhaus übergeben werden.

Voll bei der Musik: Als Regensburger Domspatz in Simbabwe

Eines war ihm von Anfang an klar: Es geht um Musik. Viel mehr weiß Philipp Röslmair noch nicht, als er sich nach seinem Schulabschluss aufmacht, um an der Convent High School der Dominikanerinnen in Harare, Simbabwe, zu arbeiten. Warum sein Aufenthalt ein voller Erfolg war, er damit den Grundstein für einen neuen Bereich unseres Besuchsprojektes gelegt hat und warum er sich schon darauf freut, wieder zurückzukehren, erfahren Sie hier.

Direkt aus der Schulbank vor eine eigene Klasse und unterrichten: Das geht in Deutschland vielleicht in Zeiten von Lehrermangel. Und es geht, wenn man eine besonders gute Schule besucht hat, auch für einen ganz besonderen Zweck: Philipp Röslmair hat sich nach seinem Abschluss am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen aufgemacht, das Wissen, das er sich an einer der besten Musikschulen Deutschlands angeeignet hat, am anderen Ende der Welt weiterzugeben: In Harare, Simbabwe.

Sehr aufgeregt sei er gewesen an seinem ersten Tag, sagt er: Der habe mit der Lehrerkonferenz begonnen, pünktlich um 08.30 Uhr. Hier habe er auch seine genauen Aufgaben erfahren. Theorieunterricht für die unteren Klassen geben, Klavierunterricht, Stimmbildungseinheiten und, „mein persönliches Highlight“, sagt Röslmair, „das Leiten der Schulchöre.“

Für einen erfahrenen Chorsänger kein Problem – könnte man meinen. Schnell aber stellt er fest: „Normaler Theorieunterricht, so stumpf und langweilig wie bei uns, wird kaum möglich sein.“ Andere, interaktivere, lebendigere Unterrichtskonzepte müssen her. „In der zweiten Woche haben wir angefangen, Songs im Unterricht zu improvisieren“, erzählt Röslmair. „Ich wählte Songs aus, die zum Thema gepasst haben, und schon bald hatten wir ein dreistimmiges Arrangement von „Love Yourself“ von Justin Bieber – ganz ohne Noten!“

Dabei half, das Musik in der simbabwischen Gesellschaft einen anderen Stellenwert hat als in der unseren, oder, wie Röslmair es ausdrückt: „Die können alle Musik!“ Dementsprechend sei es in den Choreinheiten mehr darum gegangen, wie man zusammen singt, ohne dass Einzelne hervorstechen. Zu Weihnachten ein Weihnachtslied aus Deutschland einüben? Kein Problem! „Denn Shona, eine der Sprachen, die in Simbabwe gesprochen wird, ist phonetisch recht nah am Deutschen. Ein Kinderspiel!“, erzählt Röslmair. Kein Wunder also, dass es ihm und seinen Schülern auch gelang, beim „Old Mutual National Choir Festival“ einen phänomenalen 2. Platz zu erreichen.

Für Röslmair ergab sich aber auch an anderer Stelle die Möglichkeit, Unterschiede und Gemeinsamkeiten hautnah zu erleben. „Eine besondere Erfahrung war der Besuch bei der Familie meiner Schulleiterin, Sister Kudzai.“ Diese komme aus einer einfachen Farmerfamilie vom simbabwischen Land, Subsistenzwirtschaft, „nicht viel mehr als zwei Lehmhütten und ein paar Felder, deren Ertrag den Lebensunterhalt ausmachte.“ Wer so wenig hat, muss erst einmal sehen, wie er selbst über die Runden kommt, könnte man meinen – aber weit gefehlt! „Die Familie hatte bei sich eine Nachbarsfamilie aufgenommen, deren Haus bei einem Unwetter kaputtgegangen war.“ Und auch, dem weit gereisten Gast ein Geschenk zu machen, ließ sich die Familie nicht nehmen: Eine Tüte frisch geerntete Zitronen bekam Röslmair mit nach Hause.

Vor allem aber hätten ihn die Begegnungen mit den Menschen vor Ort bereichert, sagt Röslmair rückblickend. „Geblieben sind viele Erinnerungen, die mich sehr geprägt haben und mich bis heute begleiten. Ich blicke sehr gerne zurück und erinnere mich gerne an eine Zeit, in der ich sehr viel gelernt habe. Simbabwe wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.“ Und: „Ich freue mich darauf, zurückzukehren.“

Und für Schüler:innen, die diese Erfahrung noch nicht machen durften, bietet der Simba-AK neu Hilfestellung bei der Planung, Organisation, Durchführung und Nachbereitung von Auslandsaufenthalten wie dem Röslmairs – formlose Anfragen nehmen wir jederzeit gerne an info@simba-ak.de entgegen. Wir freuen uns auf Nachrichten!

Wir müssen uns korrigieren – nach oben

Manchmal passiert es, dass eine Spendenaktion endet, aber Spenderinnen und Spender einfach weiterspenden. So bei unserer Weihnachtsaktion – wir sind mittlerweile fünfstellig! Und haben Ihre Spenden bereits an die Dominikanerinnen in Strahlfeld übergeben.

Bei insgesamt 10.043,85 € ist unsere Weihnachtsaktion am Ende gelandet – ein Ergebnis, über das wir uns riesig freuen. Das Geld steht dem Waisenhaus Emerald Hill ab sofort zu Verfügung – und wird für Bildung wie Versorgung der Waisen eingesetzt werden. Nochmal also dürfen wir uns für Ihre großzügige Spendenbereitschaft bedanken!

Die meisten der Spenden haben uns natürlich per Überweisung oder über unsere Spendenplattform auf betterplace.org erreicht. Dennoch haben wir auch einige Barspenden bekommen – und es uns nicht nehmen lassen, diese persönlich an die Schwestern in Strahlfeld zu übergeben.

Diese Gelegenheit haben wir auch wie immer genutzt, um unsere Pläne für das kommende Jahr abzustecken und Chancen wie Schwierigkeiten intensiv direkt mit den Schwestern zu besprechen. Und so viel können wir bereits verraten: 2023 wird sehr spannend – und über alle unsere Pläne und Neuigkeiten werden wir Sie wie immer hier informieren. Daher: bleiben Sie uns verbunden!

Ihr

Simba-AK