Vier Wochen zwischen Krankenhausalltag und Gastfreundschaft – Alina und Kim berichten aus Simbabwe
Vier Wochen lang durften Alina und Kim, zwei Medizinstudentinnen aus Regensburg, das St. Joseph’s Mission Hospital in Mutare kennenlernen. Dort begleiteten sie Ärztinnen, Ärzte, Hebammen und Pflegekräfte im Klinikalltag und gewannen Einblicke in ein Gesundheitssystem, das gleichermaßen von großem Engagement wie auch begrenzten Ressourcen geprägt ist.

Konzentriertes Arbeiten unter Supervision: In Simbabwe ergeben sich viele Gelegenheiten für Teaching und aktive Mitarbeit.
Simbabwe ist ein sehr christliches Land – kein Wunder also, dass Alina und Kim an ihrem ersten wie an den folgenden Morgen durch Kirchenlieder geweckt wurden:
„Unser erster Morgen begann – wie auch alle darauffolgenden – gegen 6:30 Uhr, als wir von den wunderschönen Kirchengesängen der Schwestern im Kloster geweckt wurden.“
Die Gesänge begleiteten die beiden Studentinnen nicht nur am Morgen, sondern auch bei den täglichen Versammlungen des Krankenhauspersonals. Vor Schichtbeginn kamen alle Mitarbeitenden zusammen, sangen mehrstimmige Kirchenlieder und beteten gemeinsam – ein bewegender Start in den Arbeitstag.
Im Krankenhaus selbst arbeiteten Alina und Kim vor allem im ambulanten Bereich und in der Geburtshilfe. Besonders eindrücklich war für beide das Spannungsfeld zwischen medizinischem Wissen und begrenzten Möglichkeiten vor Ort.
So sei beispielsweise die Diagnostik bei Schlaganfällen oft kaum möglich, da ein CT für viele Menschen unerschwinglich sei und es in der gesamten Stadt nur ein einziges Gerät gebe. Eine Erfahrung, die die beiden besonders bewegte, war die Begleitung einer Zwillingsgeburt per Kaiserschnitt – inklusive eines anschließenden Krankentransports quer durch Mutare, bei dem jede von ihnen eines der Neugeborenen auf dem Arm transportierte.

Auf Krankentransport: Alina und Kim im Einsatz.
Doch nicht nur der Krankenhausalltag blieb in Erinnerung. Auch das Leben mit den Schwestern, gemeinsame Mahlzeiten und die große Gastfreundschaft prägten den Aufenthalt:
„Abends saßen wir gemeinsam am Essenstisch, tauschten uns über unseren Tag aus und haben so viel und herzlich gelacht wie lange nicht mehr.“ Ein besonderes Highlight waren auch die sonntäglichen Gottesdienste in der Kirche St. Joseph, bei denen bis zu 1000 Menschen gemeinsam sangen, tanzten und feierten – begleitet von Trommeln und einem Chor.
Und das Fazit des Aufenthaltes? „Wir sind unendlich dankbar für alle Erfahrungen und die Menschen, die wir in unser Herz geschlossen haben“, sagen die beiden. Und wir sind dankbar, dass neben der finanziellen Unterstützung, die wir dank Ihnen den Patientinnen und Patienten des St. Joseph’s Mission Hospital zukommen lassen können, auch unsere Begegnungsprojekte weiterhin so lebendig sind.
Bleiben Sie uns verbunden!
Ihr
Simba-AK
Aus dem Jahresbericht des AAG – Begegnungen, Austausch und gelebte Partnerschaft mit Simbabwe
An dieser Stelle finden Sie unseren Rückblick auf das vergangene Schuljahr aus dem Jahresbericht des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums. Bei uns ist viel passiert – danke für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung und viel Freude bei der Lektüre!

Simbabwe und das AAG – das passt zusammen.
Das Jahr 2025 brachte für viele Menschen in Simbabwe etwas mehr Stabilität als die Vorjahre: Nach langer Dürre konnte endlich wieder geerntet werden, und die Inflation war zeitweise berechenbarer. Gleichzeitig bleiben die Herausforderungen groß: Arbeitslosigkeit, Defizite im Bildungs- und Gesundheitssystem sowie der Rückgang internationaler Unterstützung prägen weiterhin den Alltag dieser sehr jungen Gesellschaft.
Gerade deshalb bleibt unsere Partnerschaft mit Simbabwe so wichtig – und lebendig. Auch im vergangenen Schuljahr wurde sie durch zahlreiche Begegnungen und gemeinsame Projekte mit Leben gefüllt.
Ein besonderer Höhepunkt war erneut der Schüleraustausch mit der St. John’s High School in Harare. Fünf Schülerinnen und Schüler des AAG verbrachten drei Monate – einer sogar sechs Monate – an unserer langjährigen Partnerschule. Der Austausch folgt weiterhin dem bewährten Prinzip des Eins-zu-Eins-Austauschs: Familien des AAG nehmen im Gegenzug auch simbabwische Partnerschülerinnen und -schüler auf. So entstehen Begegnungen auf Augenhöhe, neue Perspektiven und oft Freundschaften, die weit über den Aufenthalt hinaus bestehen.
Auch die Verbindung zum St. Joseph’s Mission Hospital wurde weiter vertieft. Zwei Medizinstudentinnen aus Regensburg absolvierten dort eine Famulatur und erhielten eindrucksvolle Einblicke in ein Gesundheitssystem, das von großem Engagement – aber zugleich begrenzten Ressourcen – geprägt ist. Besonders bewegend waren für sie die Herzlichkeit der Menschen, das Zusammenleben mit den Schwestern und die intensive Gemeinschaft vor Ort. Gleichzeitig wurde deutlich, wie herausfordernd medizinische Versorgung unter eingeschränkten Bedingungen sein kann. Einen ausführlichen Bericht finden Sie in Kürze an dieser Stelle.
Unsere beiden langjährigen Partnerprojekte bleiben weiterhin ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit: Im Emerald Hill Children’s Home erhalten Kinder und Jugendliche ohne stabiles familiäres Umfeld ein Zuhause, schulische Förderung und Zukunftsperspektiven. Das St. Joseph’s Mission Hospital wiederum kämpft insbesondere mit einem zunehmenden Mangel an Medikamenten, da staatliche Unterstützung in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist.
Im Schuljahr 2025/26 haben wir uns bewusst entschieden, keine Weihnachtsaktion durchzuführen. Stattdessen freuen wir uns bereits jetzt auf den Simba-Lauf im Sommer 2026. Unser Ziel bleibt nicht die kurzfristige Maximierung von Spendensummen, sondern der Aufbau einer langfristigen Partnerschaft, die von Begegnung, Vertrauen und gegenseitigem Lernen geprägt ist.
Ein besonders schönes Zeichen dieser lebendigen Verbindung war unser Schulfest, bei dem die simbabwischen Schwestern für die Schulgemeinschaft Sadza, ein traditionelles Gericht aus Maisbrei, zubereiteten und so einen kleinen Einblick in die Kultur unseres Partnerlandes ermöglichten.
Unser besonderer Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften sowie Unterstützerinnen und Unterstützern, die diese Partnerschaft lebendig halten. Bleiben Sie uns verbunden!
Ihr
Simba-AK
Aktuelles aus dem St. Joseph’s Mission Hospital
Wie ist die Lage am St. Joseph’s Mission Hospital in Simbabwe? Was sind aktuelle Herausforderungen und wo können wir helfen? Darüber gesprochen haben wir mit der Leiterin des Krankenhauses, Sr. Albertina Bonga.
Im Feburar und März dieses Jahrs haben zwei Studentinnen das St. Joseph’s Mission Hospital besucht und dort ein Praktikum im Rahmen ihres Studiums absolviert. Die beiden haben viel gelernt und Spannendes erlebt – auch dazu erfahren Sie demnächst in einem Newsletter mehr. In der Nachbereitung dieses Besuchs haben wir mit Schwester Albertina Bonga, Leiterin des St. Joseph’s Mission Hospital in Simbabwe, gesprochen und uns mit ihr über die aktuelle Situation des Krankenhauses ausgetauscht.
Sehr erfreulich ist die Entwicklung des Entbindungstrakts, der in den letzten Jahren Stück für Stück modernisiert werden konnte. Seitdem entscheiden sich deutlich mehr werdende Mütter für eine Geburt im Krankenhaus – viele nehmen dafür sogar weite Wege auf sich, etwa aus Harare oder den umliegenden Regionen. Das liegt aber nicht nur an den baulichen Gegebenheiten, sondern vielmehr an den engagierten Mitarbeiterinnen: „Viele Mütter entscheiden sich für eine Geburt in unserem Krankenhaus, weil sie die gute Betreuung durch unsere Pflegekräfte schätzen“, erzählt Sr. Albertina.

Schwester Albertina Bonga leitet das Krankenhaus und arbeitet auch selbst auf den Stationen mit.
Auch in anderen Bereichen konnten wichtige Fortschritte erzielt werden. Mehrere Stationen wurden renoviert und besser ausgestattet, unter anderem mit zusätzlichen Betten und neuer Grundausstattung. Besonders für die Versorgung von Kindern sind diese Verbesserungen ein großer Schritt nach vorn.
Gleichzeitig bleibt die Situation herausfordernd. So fehlt es weiterhin an moderner Ausstattung, etwa einem digitalen Röntgengerät. Aufgrund der veralteten Technik bekommt das Krankenhaus aktuell kaum noch Zuweisungen zu Röntgenuntersuchungen, was eine wichtige Einnahmequelle reduziert.
Am dringendsten ist derzeit jedoch der Mangel an Medikamenten. Während in früheren Jahren wichtige Arzneimittel – insbesondere für Mütter und Kinder – noch staatlich bereitgestellt wurden, müssen diese inzwischen größtenteils selbst finanziert werden. „Aufgrund fehlender finanzieller Mittel bitten wir inzwischen einige Mütter, ihre Medikamente selbst zu besorgen – doch viele können sich das nicht leisten“, so Sr. Albertina. Das stelle das Krankenhaus vor große Herausforderungen, da die Medikamente für die Behandlung essenziell seien.
Gerade hier möchten wir als Simba-AK unterstützen: Spenden helfen unmittelbar, die Versorgung mit notwendigen Medikamenten sicherzustellen und damit die Behandlung vieler Patientinnen und Patienten überhaupt erst zu ermöglichen.
Trotz aller Herausforderungen wird vor Ort mit großem Engagement gearbeitet. Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, wie viel durch gemeinsame Unterstützung erreicht werden kann – und wie wichtig diese auch in Zukunft bleibt.
Wir melden uns demnächst wieder mit den Eindrücken der Studentinnen, die im Februar und März 2026 vor Ort waren.
Bleiben Sie uns verbunden!
Ihr
Simba-AK
AAG-Austauschschüler:innen in Simbabwe eingetroffen
Nach einer langen Reise sind unsere AAG-Austauschschüler:innen aus der 11. Jahrgangsstufe wohlbehalten in Simbabwe angekommen. Am 29. Februar startete ihr Flug in Frankfurt, nach rund 18 Stunden Anreise wurden sie herzlich am Flughafen in Harare empfangen.

Auf dem Gruppenfoto (von links nach rechts) zu sehen sind Maximilian, Valentin, Amelie, Friedrich und Fabian. Maximilian wird für sechs Monate in Simbabwe bleiben, die anderen vier Schüler:innen für jeweils drei Monate.
Alle fünf nehmen nun erstmals am Unterricht unserer langjährigen Partnerschule St. John’s High School in Harare teil und leben während ihres Aufenthalts in Gastfamilien, in die sie sich inzwischen gut eingewöhnt haben.

Der Austausch folgt dem Prinzip des Eins-zu-Eins-Austauschs: Die Eltern unserer Austauschschüler:innen haben sich bereit erklärt, im Gegenzug auch die simbabwischen Partnerschülerinnen und -schüler aufzunehmen, sobald die Gruppe aus Simbabwe zurückkehrt. So entsteht Begegnung auf Augenhöhe – getragen von Vertrauen und persönlichem Engagement.
Vorbereitet wurde der Austausch auf deutscher Seite von Manfred Reindlmeier, auf simbabwischer Seite von Sr. Kudzai sowie Sr. Sarudzai, der Schulleiterin der St. John’s High School.
Wir freuen uns sehr, dass dieser Austausch nun erfolgreich gestartet ist, und wünschen unseren Schülern eine prägende Zeit voller neuer Erfahrungen, Begegnungen und Eindrücke – die wichtigsten Informationen erhalten Sie natürlich an dieser Stelle.
Mit Verspätung – Weihnachtsgrüße aus Emerald Hill
Das neue Jahr hat bereits Fahrt aufgenommen, aber wir möchten Ihnen gerne noch – mit Verspätung – die Weihnachtsgrüße von Sr. Gabriele aus dem Waisenhaus Emerald Hill zukommen lassen. Dies insbesondere auch, weil wir über die Feiertage viele Spenden erhalten haben und sich der Dank der Mitarbeitenden und Kinder aus Emerald Hill direkt an Sie, unsere Spenderinnen und Spender, richtet.

Mit ihrem diesjährigen Weihnachtsbrief gibt uns Sr. Gabriele vom Emerald Hill Children’s Home in Harare erneut sehr persönliche Einblicke in den Alltag des Heims und in die Entwicklung der Kinder, die dort leben. Besonders eindrücklich schildert Sr. Gabriele die Geschichte des jungen Toni, der im Alter von elf Jahren ins Emerald Hill Children’s Home kam. Nach schwierigen Erfahrungen in seiner Familie und vielen Tagen auf der Straße fand er im Heim langsam Halt. „Toni ist nun ein glücklicher Junge im Heim, der neue Möglichkeiten sieht, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.“
Neben solchen individuellen Geschichten berichtet Sr. Gabriele auch von den Erfolgen vieler Kinder: Schulabschlüsse, begonnene Ausbildungen und Studienwege zeigen, wie wichtig und wie erfolgreich stabile Betreuung und langfristige Unterstützung sind. „Kindern zur Mittleren Reife zu verhelfen, ist für uns ein wichtiger Meilenstein“, berichtet sie – ein Meilenstein insbesondere für den Beginn eines selbstständigen Lebens. Und viele Ehemalige besuchen das Heim, so oft sie können – und bringen dann Lebensmittel mit, um den Kindern eine Unterstützung zu sein, die nun in einer ähnlichen Situation sind wie sie einige Jahre zuvor. „Es ist eine unglaubliche Reise, den Kindern so gut wie möglich zu helfen. Ein wichtiger Bestandteil unserer Betreuung ist, dass die Kinder gute Freunde haben und von Erwachsenen Bestätigung und positive Unterstützung erfahren. Das hilft ihnen, Selbstvertrauen, ein gesundes Selbstwertgefühl und eine positive emotionale Einstellung zu entwickeln“, schreibt Sr. Gabriele.
Wir danken Ihnen, dass Sie mit Ihrer Unterstützung die Kinder auf Ihrer Reise begleiten. „Unsere gesamte Arbeit wird durch die Güte der Menschen in unserer Umgebung und in anderen Teilen der Welt ermöglicht“, schreibt Sr. Gabriele zum Abschluss.
Wir freuen uns, im Jahr 2026 mit Ihrer Unterstützung auch in diesen dunklen und wirren Zeiten einen Funken Hoffnung dorthin zu tragen, wo er dringend benötigt wird.
Bleiben Sie uns verbunden!
Ihr
Simba-AK
Neues Jahr, alte Tradition
Am 27. Dezember haben wir uns wie jedes Jahr im Kloster Strahlfeld getroffen, um gemeinsam mit den Missionsdominikanerinnen auf das vergangene Jahr zurückzublicken und die Planungen für das kommende Jahr zu konkretisieren. Das Kloster ist für uns ein besonderer Ort, an dem viele Fäden unserer Arbeit zusammenlaufen und langjährige Partnerschaften gepflegt werden.

Gruppenbild mit den Strahlfelder Schwestern: ein starkes Team, bereits gut aufgestellt für das kommende Jahr
Im Mittelpunkt standen erneut unsere Austausch- und Begegnungsprojekte. Für das Frühjahr stehen mehrere Aufenthalte in Simbabwe an: Im März werden zwei Medizinstudentinnen aus Regensburg eine Famulatur am St. Joseph’s Mission Hospital absolvieren. Beide werden dort wertvolle Einblicke in die medizinische Arbeit gewinnen und konnten beim Treffen bereits erste Kontakte mit den Schwestern der Dominikanerinnen knüpfen.
Darüber hinaus freuen wir uns sehr, dass fünf Schüler:innen des AAG für drei Monate – beziehungsweise eine Person für sechs Monate – an die Partnerschule St. John’s High School in Harare gehen werden. Diese längeren Aufenthalte sind ein wichtiger Baustein unserer Partnerschaft und ermöglichen intensive Einblicke in den Schulalltag und das Leben vor Ort.
Ein besonders schöner Moment des Treffens war das Wiedersehen mit Schwester Yvonne, die einige Mitglieder des Simba-AK bereits 2017 bei einem Praktikum in Regina Coeli getroffen hatten. Schwester Yvonne wird für längere Zeit in Strahlfeld bleiben und dort wichtige Aufgaben übernehmen – ein Austausch wie im Simba-AK ist bei den Dominikanerinnen längst etabliert. Solche Begegnungen machen deutlich, wie gewachsen und tragfähig unsere Beziehungen über die Jahre hinweg geworden sind.
Auch der Blick in die Zukunft kam nicht zu kurz: Heidi Stadlbauer, Organisatorin des Simba-Laufs, berichtete über den aktuellen Stand der Planungen für den Simba-Lauf im Juli 2026. Die Vorbereitungen laufen bereits, und unsere Vorfreude auf den Spendenlauf ist bereits jetzt riesig.
Zum Abschluss möchten wir uns außerdem herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken, die trotz ausgesetzter Weihnachtsaktion über die Weihnachtstage hinweg fleißig gespendet haben. Diese Unterstützung zeigt uns, wie sehr unsere Arbeit getragen wird – und motiviert uns, den gemeinsamen Weg engagiert weiterzugehen.
Wir freuen uns auf ein 2026 voller interessanter Begegnungen und werden uns in Kürze mit dem Weihnachtsbrief von Sr. Gabriele aus dem Emerald Hill Children’s Home nochmals melden.
Bleiben Sie uns verbunden!
Ihr
Simba-AK
Ja, ist denn heut’ schon Weihnachten? – Neuigkeiten zu unserer Weihnachtsaktion
Plätzchen und Lebkuchen bleiben noch eine Weile im Schrank – trotzdem haben wir unseren Fahrplan für das kommende Schuljahr festgelegt. Und der lautet: Simba-Lauf statt Weihnachtsaktion.

Kein Christmas Pudding: Beim Schulfest wurde fleißig Sadza, ein simbabwischer Maisbrei, gekocht.
In diesem Schuljahr wird es keine Weihnachtsaktion geben – aber dafür freuen wir uns umso mehr auf den kommenden Sommer, wenn wir wieder gemeinsam unseren Simba-Lauf starten. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass wir die Schulgemeinschaft nicht zweimal im selben Schuljahr um Spenden bitten möchten. Denn unser Ziel ist nicht die Maximierung von Spendensummen, sondern der Aufbau einer langfristigen Partnerschaft, zu dem viel mehr gehört als das bloße Bewegen von Geld.
Nämlich zum Beispiel auch das Bewegen von Menschen: Ab nächster Woche reist ein ehemaliger Schüler des AAG, Jonathan Wenk, nach Harare. Er hat inzwischen seine Ausbildung zum Erzieher abgeschlossen und wird sich für sechs Monate im Emerald Hill Children’s Home um die Betreuung von Waisenkindern kümmern. Dank seiner Erfahrung in der Arbeit mit Kindern in schwierigen sozialen Situationen bringt er dafür beste Voraussetzungen mit. Mehr über seine Erfahrungen vor Ort erfahren Sie natürlich an dieser Stelle.
Außerdem werden im Februar und März 2026 zwei Medizinstudentinnen eine Famulatur am St. Joseph’s Mission Hospital absolvieren. Dort werden sie wertvolle Einblicke in die medizinische Versorgung in Simbabwe erhalten.
Und zuletzt noch ein Rückblick auf unser Schulfest: Ein besonderes Highlight war, dass die simbabwischen Schwestern für alle Gäste das Nationalgericht Sadza gekocht haben – ein traditioneller Maisbrei, der meist mit Gemüse oder Soße gegessen wird. Für viele war es die erste Gelegenheit, ein Stück simbabwische Esskultur direkt vor Ort zu erleben.

Viele Köche veredeln den Brei: fertiges Sadza mit Gemüse und Fleischbeilage.
Wir danken allen, die diese lebendige Partnerschaft möglich machen – und freuen uns schon jetzt auf den Simba-Lauf im Sommer!
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Ihr
Simba-AK
Ein Schuljahresausklang mit Doppel-Wumms: Schüleraustausch mit Simbabwe nimmt konkrete Formen an
Schüler:in in Simbabwe sein – was bedeutet das ganz konkret? Kaum jemand kann diese Frage besser beantworten als die beiden Dominikanerinnen Sr. Kudzai und Sr. Sarudzai, die im Juli 2025 das Albrecht-Altdorfer-Gymnasium besucht haben, denn Sr. Sarudzai ist Schulleiterin der St. John’s High School in Harare und Sr. Kudzai Schulleiterin der Dominican Convent School in Harare.
Erörtert wurde diese Frage nicht nur theoretisch – sondern ganz konkret mit fünf Schüler:innen des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums, die sich für einen Schüler:innenaustausch mit Simbabwe im kommenden Schuljahr interessieren. Die beiden engagierten Schulleiterinnen informierten im Gespräch über die Möglichkeiten eines Schüler:innenaustauschs mit Simbabwe.

Das Vorbereitungstreffen am AAG mit Schüler:innen, Lehrpersonen und den Schwestern aus Simbabwe.
Die Resonanz war groß: Im kommenden Schuljahr werden eine Schülerin und vier Schüler des AAG für drei bis sechs Monate an der St. John’s High School, der offiziellen Partnerschule des AAG, leben und lernen. Die Organisation des Aufenthalts erfolgt in enger Abstimmung mit Sr. Sarudzai, die vor Ort als Schulleiterin tätig ist und die Verantwortung für die Betreuung der Jugendlichen übernimmt. Auch ein Gegenbesuch simbabwischer Schüler:innen in Regensburg ist bereits in Vorbereitung.
Der Austausch ist ein bedeutender Schritt in der Weiterentwicklung der langjährigen Schulpartnerschaft des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums mit der St. John’s High School. Aber es gab noch ein weiteres Zeichen der gewachsenen Verbindung: Beim Abiturgottesdienst 2025 wurden 830,50 € für die beiden zentralen Projektpartner des Simba-AK – das Emerald Hill Children’s Home in Harare und das St. Joseph’s Mission Hospital in Mutare – gespendet. Besonders erfreulich:
„Für die Schüler:innen stand von Anfang an völlig außer Frage, dass das Geld nach Simbabwe gehen soll. Das zeigt, wie tief unsere Projekte mittlerweile in der Schulgemeinschaft verankert sind“, so Thomas Köppl, Religionslehrer am Albrecht-Altdorfer-Gymnasium und Gründungsmitglied des Simba-AK.
Die Begegnungen, das Engagement der Jugendlichen und die konkreten Schritte hin zu einem regelmäßigen Austauschprogramm sind Ausdruck einer lebendigen Partnerschaft – getragen von gegenseitigem Respekt, Vertrauen und dem gemeinsamen Wunsch, voneinander zu lernen.
Wir verabschieden uns also mit einem Doppel-Wumms aus großer Spende und gelebter Partnerschaft in die Ferien und wünschen Ihnen einen mindestens ebenso schwungvollen Sommer.
Bleiben Sie uns verbunden!
Ihr
Simba-AK
Medizinpraktikum in Mutare – Eindrücke aus dem St. Joseph’s Mission Hospital
Barbara Hüttenkofer, ehemalige Schülerin des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums, war im März 2025 gemeinsam mit Jasmin Jestädt für eine Famulatur am St. Joseph’s Mission Hospital in Mutare, Simbabwe. Während dieses Praktikums im Rahmen ihres Medizinstudiums erhielten die beiden Medizinstudentinnen direkte Einblicke in das Gesundheitssystem des Landes – und in den Alltag der Menschen vor Ort.
Der Krankenhausalltag beginnt in Mutare oft schon im Morgengrauen: Vor dem St. Joseph’s Hospital bilden sich lange Warteschlangen – denn wer früh kommt, hat bessere Chancen, noch am selben Tag von einem Arzt oder einer Ärztin gesehen zu werden. Sobald das Krankenhaus öffnet, drängen sich die Patient:innen dann in den engen Gängen auf schmalen Bänken. Um den begrenzten Platz möglichst gut zu nutzen, werden Kinder derweil meistens unter freiem Himmel geimpft – effizient, aber für das europäische Auge sehr ungewohnt.

In guten Händen: ein Neugeborenes im St. Joseph’s Mission Hospital.
Barbara und Jasmin wurden im Krankenhaus sehr herzlich empfangen und knüpften schnell Bekanntschaft mit den Mitarbeitenden: So waren sie auch privat zu Gast bei der Familie eines Krankenhausmitarbeiters. In einem bescheidenen Haus lebten dort fünf Personen – und begegneten den beiden Besucherinnen mit großer Gastfreundschaft. Neben diesem direkten Einblick in die Lebensverhältnisse erhielten beide auch unmittelbare Eindrücke vom gesellschaftlichen Alltag in Simbabwe. Besonders auffällig für beide war die Rolle der Frau in der Simbabwischen Gesellschaft: Sie kümmern sich meist allein um die Kinder – Väter bringen ihre Kinder fast nie ins Krankenhaus. Besonders einprägsam war die Begleitung einer 16-jährigen Mutter beim Kaiserschnitt – eine Situation, die für die junge Frau sichtlich überfordernd war. Das Personal bemühte sich nach Kräften, sie beim Stillen und der Versorgung ihres Neugeborenen zu unterstützen.

Harte Arbeit, knappe Ressourcen: Ärzt:innen im Operationssaal.
Ein weiteres Erlebnis ging den beiden besonders nahe: Ein etwa fünfjähriger Junge mit schwerer Gelbsucht kam mit seinen Eltern in die Ambulanz – es bestand der Verdacht auf eine schwere Leberentzündung. Die Familie konnte sich keine Laboruntersuchung leisten, sodass das Krankenhaus diese bezahlen musste. Eine Behandlung schließlich konnte er einige Tage später eingeleitet werden, als jemand aus der weiteren Familie des Kindes für diese aufkommen konnte. Ein Beispiel dafür, wie schwierig die medizinische Versorgung für viele Familien ist – und wie stark Ärzte und Pflegepersonal zwischen fachlichem Anspruch und finanzieller Realität vermitteln müssen.
Barbaras und Jasmins Erfahrungen zeigen eindrücklich: Ein Auslandspraktikum in Simbabwe konfrontiert mit Herausforderungen – und bereichert durch Begegnungen. Es sind Erlebnisse, die nicht nur das medizinische Wissen vertiefen, sondern auch das Verständnis für globale Ungleichheiten und menschliche Nähe stärken. Und diese Erlebnisse sind für die jungen Menschen sehr einprägsam, sodass das Engagement weit über die Zeit vor Ort hinausreicht. Deshalb: Willkommen im Simba-AK, Jasmin und Barbara!
Wenn auch Sie uns weiterhin unterstützen möchten, nutzen Sie gerne unsere Spendenmöglichkeiten.
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Ihr
Simba-AK
Willkommen am AAG, Ngaatendwe!
Seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2025 ist Ngaatendwe Mazire aus Simbabwe als Gastschülerin am Albrecht-Altdorfer-Gymnasium in Regensburg. Sie wird bis zum Jahresende Teil der Klasse 11c sein.

Willkommen in Regensburg! Ngaatendwe in ihrer neuen Klasse. Mit im Begrüßungskommitee: Manfred Reindlmeier und Thomas Köppl vom Simba AK und Schulleiterin Claudia Blank.
Ngaatendwe ist 17 Jahre alt – und in Simbabwe nicht nur eine hervorragende Schülerin, sondern auch in ihrer Schulgemeinschaft hoch engagiert. An ihrer Schule – der Dominican Convent School in Harare – organisiert sie als First Aid Captain Workshops zu Erster Hilfe, war Peer Counselor für Mitschüler:innen und aktives Mitglied im Human Rights Club.
Ngaatendwe ist nicht die einzige beeindruckende Schülerin, welche die Dominican Convent School besucht hat. Auch Kirsty Coventry, ehemalige Weltklasseschwimmerin und kürzlich gewählte Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), war dort Schülerin.
Auch Ngaatendwe hat große Ziele. Während des Schüleraustausch möchte Ngaatendwe neue Erfahrungen sammeln, ihre Deutschkenntnisse verbessern und die deutsche Kultur aus nächster Nähe erleben. Langfristig strebt sie eine Karriere im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege an.

Schon voll bei der Musik: Ngaatendwe beim Willkommenskonzert.
Wir freuen uns sehr, dass Ngaatendwe Teil der AAG-Schulgemeinschaft ist. Für den Simba-AK ist dieser Austausch von besonderer Bedeutung: Er macht die Partnerschaft mit Simbabwe lebendig und persönlich, indem er Menschen direkt miteinander in Kontakt bringt – über Landes- und Kulturgrenzen hinweg. Begegnungen wie diese stärken das gegenseitige Verständnis und zeigen, wie wertvoll weltweite Bildungsbeziehungen sein können.
Auch aus unserem Besuchsprojekt für Medizinstudierende haben wir Neuigkeiten – damit melden wir uns demnächst bei Ihnen.
Bleiben Sie uns verbunden!
Ihr
Simba-AK
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